18. Mai, 20.30 Uhr, Zeughauskino

DIE VERWANDLUNG DER WELT IN MUSIK: BAYREUTH VOR DER PREMIERE
D 1994, R/B: Werner Herzog, K: Jörg Schmidt-Reitwein, mit: Wolfgang Wagner, Daniel Barenboim, Placido Domingo, Heiner Müller u.a., 90', DigiBeta

Der Grüne Hügel in Bayreuth ist ein mythisch aufgeladener Ort. Als Werner Herzog 1987 dort den „Lohengrin“ inszenierte, wollte er einen Steinkreis aus riesigen Findlingen um das Festspielhaus errichten, um eine Art germanischer „Kultstätte“ (Herzog) kenntlich zu machen. Wolfgang Wagner stellte sich gegen dieses Vorhaben. Herzogs Inszenierung war jedoch ausgesprochen erfolgreich, und so wurde er einige Jahre später eingeladen, einen Dokumentarfilm über die Bayreuther Festspiele zu drehen. Herzog interessiert sich weniger für die Person Richard Wagners, als vielmehr für den Ort, der Weihestätte und Werkstatt zugleich ist. Neben Gesprächen mit Regisseuren wie Heiner Müller, Dirigenten wie Daniel Barenboim oder Sängern wie Placido Domingo sind es daher insbesondere Herzogs Blicke hinter die Kulissen, die den Film auszeichnen. Mit einer Taschenlampe bewaffnet erforscht der Regisseur das Archiv der Originalpartituren oder lässt den wachhabenden Feuerwehrmeister den „Lohengrin“ mitsingen. (kj)

Einführung: Kristina Jaspers